Immobilienmarkt Westerwald

Der Westerwald ist ein deutsches Mittelgebirge, das sich über die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen erstreckt.

Westerwald

Egon Häbich / pixelio.de

Er liegt im Südwesten des Dreiländerecks. Das Gebiet wird in drei verschiedene Regionen unterteilt, den Hohen Westerwald, den Oberwesterwald und den Niederwesterwald. Die höchsten Erhebungen des Mittelgebirges findet man im Hohen Westerwald. Man bezeichnet den Westerwald auch als Land zwischen den Flüssen, denn das Gebiet wird von vier Flüssen eingeschlossen. Im Osten bildet die Dill die Grenze des Westerwaldes, im Süden ist es die Lahn und in seinem Norden liegt die Heller. Im Westen bildet der Rhein den Grenzfluss zum Westerwald, das Mittelgebirge gehörte zum Rheinischen Schiefergebirge und stellt dessen rechtsrheinischen Teil dar.

Immobilienmärkte im Westerwald

Die Unterschiede in den Mietpreisen der Städte zu den dünn besiedelten ländlichen Regionen im Westerwald sind teilweise erheblich. Der Immobiliengutachter kann aus diesem Grund keine allgemeingültigen Angaben zur Situation in der gesamten Region machen. Die Informationen, welche sie der Plattform Wohnungsbörse.net entnehmen, können dennoch einen Eindruck vom Immobilienstandort Westerwald vermitteln:

Altenkirchen: 4,46 – 5,01 Euro/m²/Monat
Montabaur: 5,04 – 9,07 Euro/m²/Monat
• Neuwied: 5,13 – 8,21 Euro/m²/Monat
Bad Marienberg: 4,72 – 8,41 Euro/m²/Monat
Betzdorf: 4,53 – 7,27 Euro/m²/Monat
• Dierdorf: 4,14 – 4,70 Euro/m²/Monat
• Dillenburg: 5,22 – 6,13 Euro/m²/Monat
Hachenburg: 5,73 – 6,00 Euro/m²/Monat
• Hadamar: 4,87 – 6,06 Euro/m²/Monat
• Haiger: 3,82 – 5,09 Euro/m²/Monat
• Herborn: 4,69 – 6,28 Euro/m²/Monat
Ransbach-Baumbach: 4,77 – 5,86 Euro/m²/Monat
Rennerod: 4,42 – 4,63 Euro/m²/Monat
Selters: 4,29 – 5,65 Euro/m²/Monat
Westerburg: 4,52 – 4,84 Euro/m²/Monat
Wirges: 4,83 – 4,94 Euro/m²/Monat
• Wissen: 4,24 – 7,15 Euro/m²/Monat

Naturräume im Westerwald

Das Land zwischen den Flüssen wird von Flusslandschaften umrandet. Das Dilltal mit dem Fluss Dill liegt im Osten des Westerwaldes, noch weiter im Osten erstreckt sich das Gladenbacher Bergland. Im Süden grenzt die Lahn im Gießen-Koblenzer Lahntal an das Mittelgebirge, im Anschluss beginnt der Hintertaunus. Der Rhein fließt an der Westgrenze des Westerwaldes durch die Neuwieder Rheintalweitung und das Untere Mittelrheintal, dahinter liegt im Westen des Flusses die Eifel. Im Nordosten schließlich liegt das Mittlere Hellertal mit dem Fluss Heller, darüber sind das Rothaargebirge und das Ebbegebirge zu finden. Das höchstgelegenste Gebiet der Region ist der Hohe Westerwald, eine mit Wald bedeckte Hochfläche. Die Fuchskaute überragt hier die anderen Berge mit ihren 657,3 Metern als größte Erhebung des Mittelgebirges. Der Oberwesterwald ist ein vulkanisches Kuppenland. Es ist ebenfalls waldreich, außerdem findet sich hier die Westerwälder Seenplatte. Der Niederwesterwald stellt das westliche und südliche Rumpfgebirge der Region dar. In seinem Südwesten liegt das Naturschutzgebiet Malberg.

Landkreise und Städte im Westerwald

Die Kreisstädte des Westerwaldes sind Altenkirchen (Landkreis Altenkirchen), Montabaur mit dem Westerwaldkreis und Neuwied mit dem Landkreis Neuwied. Die größte dieser Städte ist Neuwied mit 64.102 Einwohnern, die auf einer Fläche von 86,5 Quadratkilometern leben. Die Bevölkerungsdichte beträgt hier also 741 Einwohner pro Quadratkilometer. An zweiter Stelle folgt Montabaur, hier wohnen 12.444 Bürger auf einer Fläche von 33,61 Quadratkilometern. Das entspricht einem Schnitt von 370 Einwohnern je Quadratkilometer. Die kleinste der Westerwälder Kreisstädte ist Altenkirchen, hier leben auf einer Fläche von 10,98 Quadratkilometern 6.227 Bürger. Die Bevölkerungsdichte von Altenkirchen liegt somit bei 567 Einwohnern je Quadratkilometer. Darüber hinaus überschneiden sich die Kreise Lahn-Dill, Mayen-Koblenz, Rhein-Lahn und Limburg-Weilburg in Teilen mit dem Westerwald. Auch der Rhein-Sieg-Kreis hat einige Gebiete mit dem Westerwald gemeinsam, beispielsweise das Siebengebirge und die Gemeinden Eitorf und Windeck.

Verkehr

Durch den Westerwald verlaufen zahlreiche Bundesstraßen, die auch Verbindungen zum Autobahnnetz gewährleisten. Das sind die B8, die B42, die B49, die B54, die B62, die B255, die B256, die B277, die B413 und die B414. Über diese Straßen bestehen Anschlüsse zu den Autobahnen A3, A45 und A48. Die wichtigste Bahnstrecke der Region ist die ICE-Strecke von Köln nach Frankfurt. Die Züge machen im Westerwald an den Bahnhöfen in Montabaur und Limburg halt. Der einzige Flughafen in der Mittelgebirgsregion ist der Siegerlandflughafen im Hohen Westerwald. Hier können Geschäftsreisende starten und landen, außerdem gibt es ein Terminal für Frachtverkehr. Bedeutender für die Region sind aber die internationalen Flughäfen Rhein/Main und Köln/Bonn, die vom Westerwald aus je nach Startpunkt in etwa 30 bis 60 Minuten erreichbar sind. Verbindungen der Binnenschifffahrt stehen in den benachbarten Städten Bendorf und Koblenz zur Verfügung.

Daten und Fakten

Der Westerwald bringt es an seinem höchsten Punkt auf eine Höhe von über 657 Metern. Mehrere Dutzend seiner Gipfel sind ebenfalls höher als 600 Meter. Das geologisch alte Mittelgebirge erstreckt sich über ein Gebiet von etwa 50 x 70 Kilometern. Damit gehört der Westerwald zu den größeren Gebirgen in Deutschland. Die höchste Region ist der Hohe Westerwald, der westliche Teil entspricht von seiner Struktur her eher einer Hügellandschaft. Die Fläche des Oberen Westerwaldes ist zu 40 Prozent von Wald bedeckt, in diesem Teil des Mittelgebirges werden traditionell Schiefer, Ton und Basalt abgebaut.

Bedeutende Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten

Westerwald 2

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Der Westerwald ist ein attraktives Naherholungsgebiet, zu seinem Einzugsgebiet gehören vor allem die Ballungszentren Rhein/Main und Köln/Bonn. Ein Grund für die Attraktivität dieser Region sind ihre abwechslungsreichen Wandermöglichkeiten, ein besonderes Highlight für Wanderer stellt der erst im Jahr 2008 eröffnete Westerwaldsteig dar. Der Besucher findet hier aber auch viele interessante Sehenswürdigkeiten und kulturelle Freizeitmöglichkeiten vor. In Altenkirchen ist beispielsweise die Privilegierte Apotheke sehenswert, eine der ältesten Apotheken des Westerwaldes mit dokumentierter Geschichte bis ins Jahr 1699. Einen Besuch ist auch das Schloss Montabaur wert, das Wahrzeichen liegt gut sichtbar und erhaben auf dem Schlossberg über der Stadt. Auch die Stadt Neuwied hat einige interessante Schlösser, Burgen und historische Römerkastelle zur Besichtigung anzubieten. Aufgrund der althergebrachten Bergbautradition im Westerwald kann man dort darüber hinaus viele ehemalige Schächte und Förderanlagen als Industriedenkmäler besuchen. Dazu gehört unter anderem das Freilichtmuseum Tertiär- und Industrie-Erlebnispark Stöffel. In Breitscheid steht den Besuchern eine Tropfsteinhöhle namens Herbstlabyrinth zur Besichtigung offen.

Der Westerwald als Wirtschaftstandort

Nach einer langen Vergangenheit mit geringer Wirtschaftskraft hat sich der Westerwald heute zu einer prosperierenden Wirtschaftsregion entwickelt. Dazu haben vor allem Verbesserungen im Bereich der Infrastruktur beigetragen. Die steigende Mobilität der Region mit ihren verkehrsgünstigen Anbindungen in Richtung der Ballungsräume Rhein/Main und Köln/Bonn haben der hiesigen Wirtschaft einen andauernden Aufschwung verliehen. Außerdem hat man sich bemüht, zunehmend Gewerbeflächen zu erschließen und Förderprogramme für die wirtschaftliche Entwicklung ins Leben zu rufen. Darauf folgten aktive Maßnahmen eines verstärkten Regionalmarketings. Heute dient der Westerwald vielen mittelständischen Unternehmen als Standort, vorwiegend aus dem Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus. Im industriell geprägten Neuwied sind zudem Betriebe aus den Sparten Druck, Automobilzulieferung, Papierverarbeitung und Chemie ansässig. In Montabaur sitzen Firmen wie beispielsweise Klöckner Pentaplast, 1&1 United Internet oder Ursa Chemie. Das bedeutendste Unternehmen in der Stadt Altenkirchen sind die WERIT Kunststoffwerke.

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