Immobilienmarkt Rheinland

Das Rheinland liegt am Mittel- und Niederrhein und stellt den westlichen Teil des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen dar.

Rheinland

Thomas Max Müller / pixelio.de

Obwohl sich das historische Rheinland eigentlich auch auf andere Bundesländer ausdehnt, ist im Volksmund meist das westliche Nordrhein-Westfalen gemeint, wenn von dieser Region die Rede ist. Im Westen reicht das Gebiet bis an die niederländische Grenze, im Südosten berührt es die Grenze zu Belgien. Im Osten liegt der Landesteil Westfalen.

Immobilienmärkte im Rheinland

Die Unterschiede in den Mietpreisen von den Ballungsräumen der großen Städte zu den ländlichen Regionen im Rheinland sind teilweise erheblich. Der Immobiliengutachter kann aus diesem Grund keine allgemeingültigen Angaben zur Situation in der gesamten Region machen. Die Informationen, welche sie der Plattform Wohnungsbörse.net entnehmen, können dennoch einen Eindruck vom Immobilienstandort Südwestfalen vermitteln:

• Aachen: 5,90 – 10,94 Euro/m²/Monat
• Bonn: 6,65 – 12,04 Euro/m²/Monat
• Düsseldorf: 7,02 – 14,44 Euro/m²/Monat
• Duisburg: 4,41 – 7,47 Euro/m²/Monat
• Essen: 5,27 – 8,77 Euro/m²/Monat
• Köln: 5,68 – 12,25 Euro/m²/Monat
• Krefeld: 4,99 – 8,18 Euro/m²/Monat
• Leverkusen: 5,96 – 8,92 Euro/m²/Monat
• Mönchengladbach: 5,41 – 14,14 Euro/m²/Monat
• Mülheim an der Ruhr: 5,65 – 6,76 Euro/m²/Monat
• Oberhausen: 5,08 – 6,09 Euro/m²/Monat
• Remscheid: 4,60 – 6,04 Euro/m²/Monat
• Solingen: 5,88 – 6,83 Euro/m²/Monat
• Wuppertal: 5,35 – 5,94 Euro/m²/Monat

Naturräume im Rheinland

Das Rheinland ist geprägt durch die Eifel mit ihrer höchsten Erhebung, dem 689 Meter hohen Weißen Stein. Die gesamte Nordeifel ist als Naturpark ausgewiesen. Der Naturpark Rheinland ist eines der größten Schutzgebiete des Landes und umfasst 1.045 Quadratkilometer. Das Gebiet erstreckt sich im Westen der Städte Köln und Bonn von der Rheinebene bis ins Tal der Erft, Teile davon sind rekultivierte Braunkohlereviere. Mit den Landschaften des Rheinlands überschneiden sich darüber hinaus die Kölner Bucht, das Bergische Land, das vulkanische Siebengebirge, das Ahrtal, das Neuwieder Becken, der Westerwald und der Taunus.

Landkreise und Städte im Rheinland

Im nordrheinwestfälischen Teile des Rheinlandes liegen jeweils 14 Kreise und kreisfreie Städte. Zu den Kreisen gehörten Kleve mit 301.977 Einwohnern und Wesel mit einer Bevölkerung von 458.329 Menschen. Der Kreis Viersen zählt 295.448 Einwohner und im Kreis Heinsberg leben 247.827 Bürger. Der Rhein-Kreis Neuss hat eine Bevölkerungsdichte von 439.225 und im Kreis Mettmann werden 477.397 Einwohner gezählt. Im Rhein-Erft-Kreis wohnen 454.793 Menschen und im Rheinisch-Bergischen Kreis liegt die Bevölkerungszahl bei 277.997 Bürgern. Der Oberbergische Kreis zählt 271.332, der Rhein-Sieg-Kreis 580.588 Einwohner. Im Kreis Euskirchen sind 187.724 Menschen beheimatet, im Kreis Düren wohnen 258.651 Bürger, die Städteregion Aachen hat eine Bevölkerungszahl von 542.833 und der Kreis Borken schließlich ist der Wohnort von 363.819 Rheinländern. Die kreisfreie Stadt Aachen hat 240.086 Einwohner, in Bonn leben 309.869 und in Düsseldorf 593.682 Menschen. Duisburg hat 486.816 Bürger, die Stadt Essen ist die Heimat von 566.862 Einwohnern, in Köln liegt die Bevölkerungszahl bei 1.024.373 und Krefeld hat 222.026 Einwohner. Leverkusen führt die Liste mit 159.926 Einwohnern fort, Mönchengladbach folgt mit 255.087 Bürgern. In der Stadt Mülheim an der Ruhr leben 166.654 Menschen, in Oberhausen sind es 210.005 und in Remscheid 109.352 Einwohner. Die Bevölkerungszahl von Solingen liegt bei 155.316, in Wuppertal leben 342.885 Menschen.

Verkehr

Die Ballungsräume im Gebiet von Rhein und Ruhr sind von einem der dichtesten Straßennetze des europäischen Kontinents durchzogen. Hier verlaufen in Nord-Süd-Richtung beispielsweise die Autobahnen A43 von Münster nach Wuppertal, die A45 von Dortmund nach Seligenstadt, die A57 von Kleve nach Köln oder die A59 von Dinslaken nach Bonn. Von Ost nach West führen die A2 von Oberhausen nach Berlin, die A4 von Aachen nach Görlitz, die A40 von Straelen nach Dortmund, die A44 von Aachen nach Kassel oder die A46 von Heinsberg nach Bestwig. Die Bundesautobahn 40 wurde einst als Ruhrschnellweg konzipiert, wird heute im Volksmund aber Ruhrschleichweg genannt, denn sie ist eine der Verkehrswege mit dem höchsten Aufkommen und den meisten Staus in ganz Deutschland. Im gesamten Gebiet von Nordrhein-Westfalen ist das Straßennetz etwa 20.000 Kilometer lang, 2.180 Kilometer davon entfallen auf Autobahnen. Die bedeutendsten Knotenbahnhöfe des Rheinlandes sind Köln, Düsseldorf, Essen und Duisburg. Flughäfen mit internationalen Verbindungen liegen in Düsseldorf und Köln/Bonn. Weitere Flughäfen der Region sind der Maastricht Aachen Airport, der Verkehrslandeplatz Mönchengladbach, Essen/Mülheim und der Flugplatz Merzbrück. Schifffahrt findet im Rheinland nicht nur auf den Flüssen Ruhr und Rhein statt, sondern auch auf zahlreichen Kanälen.

Daten und Fakten

Die Arbeitslosenzahlen im Rheinland unterscheiden sich von Region zu Region ganz erheblich. Während in Remscheid im Jahr 2013 durchschnittlich nur 5.420 Menschen ohne Arbeit waren, lag die Zahl in Köln bei 52.124 Erwerbslosen. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen hielt sich prozentual in etwa die Waage, in Remscheid waren es 2.413, in Köln lag die Zahl bei 22.638 Menschen. Die Gesamtzahl für das Bundesland lag bei rund 900.000 Arbeitslosen und einem Schnitt von 10,3 Prozent.

Bedeutende Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten
Im Rheinland gibt es einige Sehenswürdigkeiten, die von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurden. Dazu gehört beispielsweise der Aachener Dom, der als Krönungsort, Wallfahrtsort und Bischofskirche historische Bedeutung errungen hat. Auch die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl sind Welterbestätten, sie stellen bedeutende Beispiele für Bauwerke der Stilepochen Barock und Rokoko dar. Der Kölner Dom wurde von der UNESCO bereits im Jahr 1996 ausgezeichnet. Im Jahr 2001 folgte die Zeche Zollverein, bis 1986 aktives Steinkohlebergwerk ist sie heute ein Architektur- und Industriedenkmal. Zur Welterbe Kulturlandschaft wurde das Obere Mittelrheintal ernannt, es liegt auf dem Gebiet des Rheinischen Schiefergebirges. Außerdem verläuft im Rheinland ein Teil des Obergermanisch-Rätischen Limes, ein Bodendenkmal, das die Außengrenze des ehemaligen Römischen Reiches markiert und ebenfalls zum Weltkulturerbe gehört.

Das Rheinland als Wirtschafts- und Hochschulstandort

Düsseldorf Altstadt

Dieter Schütz / pixelio.de

Das Rheinland wird seit Adenauer mit der sozialen Marktwirtschaft assoziiert, denn während der Kanzlerschaft des gebürtigen Rheinländers wurde der sogenannte Rheinische Kapitalismus erfunden. Die Metropolregion Rheinland wurde im Jahr 2010 von den Industrie- und Handelskammern der hier angesiedelten Bezirke ins Leben gerufen. Die Regionen Aachen, Mittlerer Niederrhein, Düsseldorf, Köln und Bonn-Rhein-Sieg wollen damit einen wirtschaftlichen Motor für das Gebiet des Rheinlandes schaffen. Denn auch hier spürt man den Strukturwandel nach der Kohle- und Stahlaera des industriellen Ballungsraumes an Rhein und Ruhr. Die Zahl der Arbeitsplätze in der Montanindustrie ist in den letzten 30 Jahren im gesamten Bundesland Nordrhein-Westfalen von einstmals 426.000 auf jetzt noch etwa 140.000 geschrumpft. Einen Ausgleich schafft der Dienstleistungssektor, hier ist die Zahl im gleichen Zeitraum von rund 1,4 Millionen auf beinahe 6 Millionen angewachsen. Nordrhein-Westfalen verfügt über die größte Hochschuldichte von allen Bundesländern, viele renommierte Universitäten und Fachhochschulen sind auch im Rheinland angesiedelt. Aachen hat beispielsweise die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule und eine Fachhochschule zu bieten. In Bonn sind die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg beheimatet. In der Landeshauptstadt Düsseldorf kann man an der Heinrich-Heine-Universität, an der Fachhochschule und an der Kunstakademie studieren. Die Stadt Duisburg ist Sitz der Universität Duisburg-Essen und der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW. In Köln gibt es neben der Universität zehn weitere staatliche und private Hochschulen. In Krefeld und Mönchengladbach ist die Hochschule Niederrhein angesiedelt. In Wuppertal hat die Bergische Universität ihren Sitz.

Comments are closed.