Immobilienmarkt Bergisches Land

Das Bergische Land unterteilt sich in drei Regionen.

Bergisches Land

Thomas Max Müller / pixelio.de

  • Das Bergische Städtedreieck umfasst die Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid. Ende des Jahres 2012 hatten diese drei Städte zusammen in etwa eine Einwohnerzahl von 600.000 Menschen.
  • Das Niederbergische Land liegt im Kreis Mettmann, neben der Kreisstadt gehören auch die Städte Heiligenhaus, Velbert, Wülfrath, Haan und Erkrath dazu. Hier lebten Ende 2012 insgesamt etwa 680.000 Menschen.
  • Zum Oberbergischen Land zählt man den Rheinisch-Bergischen Kreis, den Oberbergischen Kreis und die Stadt Leverkusen. Die Region brachte es im Jahr 2012 auf rund 1.300.000 Einwohner.

Das Bergische Land bildet den Südosten des nordrheinischen Teils des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Es liegt im Rheinischen Schiefergebirge, einige Städte des Bergischen Landes befinden sich aber auch in der Kölner Bucht.

Immobilienmärkte im Bergischen Land

Wie bei den Themen Verkehr und Bildung ist auch bei den Mietpreisen anzumerken, dass die Unterschiede von der Metropolregion Bergisches Städtedreieck zu den zersiedelten ländlichen Regionen teilweise erheblich sind. Die Immobiliengutachter können aus diesem Grund keine allgemeingültigen Angaben zur Situation im Bergischen Land machen. Die Zahlen aus den LEG Wohnungsmarktreports NRW 2013 können dennoch einen Eindruck zum Immobilienstandort vermitteln:

• Wuppertal: 5,37 – 5,95 Euro/m²/Monat
• Leverkusen: 6,05 – 7,45 Euro/m²/Monat
• Solingen: 5,89 – 6,99 Euro/m²/Monat
• Remscheid: 4,52 – 6,08 Euro/m²/Monat
• Bergisch Gladbach: 7,68 – 9,18 Euro/m²/Monat
• Kreis Mettmann: 6,67 – 7,44 Euro/m²/Monat
• Oberbergischer Kreis: 4,81 – 5,82 Euro/m²/Monat,
• Rheinisch-Bergischer-Kreis: 5,95 – 7,81 Euro/m²/Monat,
• Rhein-Sieg-Kreis: 5,00 – 7,14 Euro/m²/Monat

Naturräume der Region Bergisches Land

Das Bergische Land wird im Norden von der Ruhr begrenzt, in seinem Westen liegen die Kölner Bucht und das Niederrheinische Tiefland am Rhein. Im Süden grenzt das Bergische Land an die Sieg. Nur im Osten verläuft die Landschaft frei und ohne erkennbare Grenzen nahtlos ins Sauerland. Bergisches Land und Sauerland haben denn auch ihre Lage im Süderbergland gemeinsam, das zum Rheinischen Schiefergebirge gehört. Die Landschaften der Region sind durch Mittelgebirge und Waldreichtum geprägt, hügelige Gebiete wechseln sich mit engen Kerbtälern, den sogenannten Siepen, ab, durch die kleine Bäche fließen. Im Westen des Bergischen Landes schwächt sich das Mittelgebirge zu einer Ebene ab, dort liegen einerseits die Metropolen Düsseldorf und Köln, andererseits finden sich hier aber auch naturnahe Naherholungsgebiete und wertvolle Naturschutzgebiete. Dazu gehört der Naturpark Bergisches Land. Im Süden des Bergischen Landes liegt unter anderen weitreichenden Waldgebieten der fast unbewohnte Nutscheid, eines der größten Forstgebiete überhaupt.

Landkreise und Städte im Bergischen Land als Wirkungsraum des Immobiliengutachters

Bergisches Land

Michael Müller / pixelio.de

Das Bergische Land teilt sich in vier Kreise auf. Der Kreis Mettmann bringt es mit zehn Gemeinden und einer Fläche von 407 Quadratkilometern auf eine Bevölkerungszahl von etwa 500.000 Einwohnern. Das ergibt eine Durchschnittszahl von ungefähr 1.230 Menschen pro Quadratkilometer. Der Oberbergische Kreis ist dünner besiedelt, bei einer Fläche von 918 Quadratkilometern haben seine 13 Gemeinden insgesamt nur 285.000 Einwohner. Hier wohnen auf einem Quadratkilometer durchschnittlich also nur 310 Menschen. Mit zirka 639 Einwohnern pro Quadratkilometer liegt der Rheinisch-Bergische Kreis etwa in der Mitte dieser Werte. Dort leben in acht Gemeinden etwa 280.000 Menschen. Zum Bergischen Land gehören darüber hinaus Teile des Rhein-Sieg-Kreises. Dort gibt es eine Gesamtbevölkerung von 600.000 Einwohnern, die sich auf 19 Gemeinden und eine Fläche von 1.150 Quadratkilometern verteilt. Das ergibt für den gesamten Kreis eine Durchschnittszahl von 520 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die größte Stadt im Bergischen Land ist Wuppertal mit 360.000 Bewohnern. Darauf folgen Leverkusen mit 161.000 Einwohnern und Solingen mit einer Bevölkerung von 160.000 Menschen. In Remscheid und Bergisch Gladbach wohnen jeweils etwa 110.000 Bürger.

Verkehr

Der öffentliche Nahverkehr ist im Bergischen Land sehr unterschiedlich ausgebaut. Im Bergischen Städtedreieck gibt es hervorragende Bus- und Bahnverbindungen, der ländliche Raum ist jedoch teilweise sehr stark zersiedelt und deshalb nur schlecht zu erreichen. Die Städte Erkrath, Haan, Solingen, Mettmann und Wuppertal sind an das Düsseldorfer S-Bahn-Netz angeschlossen. Bahnverbindungen bestehen auch zum internationalen Bahnhof in Köln. Das Straßennetz im Bergischen Land ist ebenfalls sehr heterogen strukturiert, am Rhein entlang und im Bergischen Städtedreieck lassen die Anschlüsse an das Autobahn- und Bundesstraßennetz keine Wünsche offen. Durch die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn sind die Bewohner des Bergischen Landes an den internationalen Flugverkehr angeschlossen.

Daten und Fakten

Die Hauptschlagader des Bergischen Landes stellt das Städtedreieck mit den Eckpunkten Wuppertal, Solingen und Remscheid dar. Auf einer Fläche von rund 333 Quadratkilometern leben in diesem Ballungsraum mehr als 600.000 Menschen, also im Schnitt etwa 1.828 Einwohner auf einem Quadratkilometer. In den drei Städten bieten mehr als 35.500 Unternehmen über 200.000 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz. Das Bruttoinlandsprodukt des Dreiecks lag im Jahr 2009 bei 16.645 Millionen Euro. Mehr als zwei Drittel dieser Unternehmen gehören dem Dienstleistungssektor an, etwa 30 Prozent sind im produzierenden Gewerbe anzusiedeln. Fast ein Fünftel aller Beschäftigten des Bergischen Städtedreiecks arbeiten in Industriebetrieben. Mehr als 1.700 Ausbildungsstätten sorgten im Jahr 2011 in der Region für über 6.500 Ausbildungsplätze.

Bedeutende Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten

Das Bergische Land hat Sehenswürdigkeiten in allen Bereichen zu bieten. Zu den Natursehenswürdigkeiten der Region gehört beispielsweise die Aggertalhöhle bei Ründeroth, eine Schauhöhle des Naturschutzgebiets Altenberg im Waldbachtal, das im Oberbergischen Kreis liegt. Architektonisch und historisch interessante Gebäude bekommt man in den Altstädten der Region zu sehen. Attraktive Fachwerkbauten gibt es in Bergneustadt, Solingen, Hückeswagen, Remscheid und Velbert. Der Norden von Wuppertal ist für seine Gründerzeitarchitektur bekannt und in Ratingens mittelalterlicher Innenstadt ist die älteste gotische Hallenkirche des Rheinlandes beheimatet. Darüber hinaus können im Bergischen Land zahlreiche Burgen und Schlösser besichtigt werden. Darunter sind beispielsweise die Schlösser Bensberg und Lerbach in Bergisch Gladbach, das Schloss Eulenbroich in Rösrath, das Schloss Hardenberg in Velbert, das Schloss Homburg bei Nümbrecht und das Schloss Lüntenbeck in Wuppertal. Wer sich für Sakralbauten interessiert, kann im Bergischen Land den Altenberger Dom in Odenthal oder den Mariendom in Velbert besuchen. Auch die Klosterkirche St. Maria Magdalena und die St. Laurentius-Kirche in Wuppertaler Stadtteilen Beyenburg und Elberfeld sind einen Besuch wert. Rund um das Bergische Land sind in vielen Städten zahlreiche interessante Museen beheimatet, darunter etwa das Neanderthal-Museum zwischen Mettmann und Erkrath oder das Bergbaumuseum in Bergisch Gladbach. Als technische Sehenswürdigkeit ist die Wuppertaler Schwebebahn weit über die Grenzen der Region hinaus berühmt. Die Hochbahn ist einerseits Wahrzeichen der Stadt, andererseits ein öffentliches Verkehrsmittel.

Das Bergische Land als Wirtschafts- und Hochschulstandort

Aufgrund von hohem Niederschlagsaufkommen und der Gefällelage zu den Flüssen Rhein und Ruhr hat die Wasserkraft für die Industrieentwicklung des Bergischen Landes eine große Rolle gespielt. Velbert hat sich beispielsweise als Zentrum der Schlossindustrie heraus kristallisiert, Remscheid hat den Ruf einer Werkzeugstadt mit vorwiegend metallverarbeitenden und Maschinenbaubetrieben erlangt. Solingen ist für die Herstellung von Schneidwaren und Bestecken berühmt geworden. Die Städte Wuppertal und Radevormwald wurden hingegen eher durch die Textilindustrie geprägt. Vor allem in Westfalen wurden große Kohlezechen ausgebaut und auch andernorts gab es im Bergischen Land schon früh kleinere Bergwerke. Die Region hat als Bildungsstandort vor allem in den größeren Städten Bedeutung. In Wuppertal gibt es die Bergische Universität und die Kirchliche Hochschule. Außerdem haben die Kölner Musikhochschule und die Folkwang Universität der Künste Dependancen in der Stadt. In Leverkusen gibt es ein Studienzentrum der Hochschule für Ökonomie und Management und einen Campus der Fachhochschule Köln. In Remscheid betreibt die Bergische Universität Wuppertal mit dem Institut für Werkzeugforschung und Werkstoffe einen weiteren Standort. In Bergisch Gladbach kann man an der privaten Fachhochschule der Wirtschaft studieren.

Comments are closed.