Gewerbeimmobilien: Europäische Büromieten fallen weiter
Die Spitzenmieten für europäische Büroimmobilien sind nach Berechnungen von Jones Lang LaSalle (JLL) im zweiten Quartal um durchschnittlich 4,6% zurückgegangen. Im Jahresvergleich beträgt das Minus bei Büromieten sogar 15,4%. Als Basis der JLL-Berechnungen dient der europäische Mietpreisindex, der die Entwicklung von 24 Büromärkten abbildet. Am stärksten sind demnach die Spitzenmieten in Moskau (-30%), Dublin (-18%) und Madrid (-10%) in den vergangenen drei Monaten gefallen. In Moskau sind die Spitzenmieten nun um 63% niedriger als vor einem Jahr, in London um 32%. Nur Amsterdam (+1,5%), Prag (2,3%) und Stuttgart (+2,9%) verzeichnen ein leichtes Plus auf Jahressicht.
Der Büroflächenumsatz stieg im Vergleich zum 1. Quartal um 9% auf 2,1 Mio. qm leicht an. Starke Zuwächse verbuchten Brüssel (+51%), Madrid (+46%), London (+43%) sowie Hamburg (+27%). Deutliche Rückgänge bei den Vermietungsaktivitäten mussten u. a. die Städte Rotterdam (-73%), Frankfurt (-44%) und Düsseldorf (-30%) hinnehmen.
Ähnliche Daten hatte schon das Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) in ihrer aktuellen Studie Global Property Surveys (GPS) vorgestellt. Auch dort gab es keine Entpsannung für Gewerbeimmobilien. Auch im zweiten Quartal 2009 wurde ein starker Rückgang bei den gewerblich genutzten Immobilien registriert.
